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Goldpreisentwicklung - Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung des Goldpreises?

Angebot und Nachfrage, globale Ereignisse und Spekulationen beeinflussen den Goldkurs im Jahr 2016. Doch der langfristige Trend ist eindeutig: der Goldpreis entwickelt sich positiv.

 

Goldpreisentwicklung: Die ständigen Änderungen von Angebot und Nachfrage nehmen Einfluss auf den Goldpreis. Man bezeichnet den Goldpreis dann als "volatil". Das bedeutet, dass der Kurs schon innerhalb eines kurzen Zeitraumes stark schwanken kann. Es wirkt sich beispielsweise positiv auf den Goldkurs aus, wenn Anleger und Investoren Gold in großen Mengen erwerben. Das war im Jahr 2016 der Fall, wo der Goldpreis pro Feinunze um bis zu 22% schwankte. Auch kann die Angst vor einer Inflation zu verstärkter Nachfrage und einem steigenden Goldpreis führen. Ebenso nehmen Kurs-Spekulationen Einfluss auf die Preisentwicklung. Weitere Faktoren sind z. B. Kriege oder die Hochzeitssaison in Indien oder Neujahr in China – Anlässe zu denen besonders viel Gold geschenkt wird. Das World Gold Council (WGC) hat mit der Studie „Gold Investor – Risk Management and capital preservation“ (Übersetzung: Risikomanagement und Kapitalerhaltung) sieben Punkte erwähnt, die sich auf die Goldpreisentwicklung auswirken:

 

  1. Währungen: Gold wird in Dollar gehandelt und steht generell in Konkurrenz zu Geldwährungen. Vor allem der Ölpreis und der aktuelle Kurs des USD beeinflussen die Entwicklung des Goldkurses, da Gold hauptsächlich in Dollar gehandelt wird. Als Faustregel, die auch umgekehrt angewandt werden kann, gilt: Wenn der USD einen Kursgewinn verzeichnet, hat das negative Folgen auf die Goldpreisentwicklung. Neben dem Dollar spielen natürlich auch andere Währungen eine Rolle, wie beispielsweise der Euro oder die japanische Währung Yen.

  2. Inflation: Vereinfacht gesagt, bedeutet Inflation die Erhöhung der Geldmenge und die Abwertung der Kaufkraft. Vor 30 bis 40 Jahren lag der Goldpreis bei etwa 35 USD je Feinunze (31,1 Gramm); heute liegt der Kurs Anfang August 2016 bei rund 1.340 USD (ca. 1.200 Euro). Daran kann man sehen, dass die Kaufkraft von Gold stabil bleibt, während die Papierwährungen immer mehr an Kaufkraft verlieren. Eine erhöhte Inflation hat positive Wirkungen auf den Goldkurs.

  3. Zinsen: Hohe Zinsen sind attraktiv für Anleger und Investoren, die ihr Geld in Anleihen oder Aktien investieren möchten. Dadurch fällt die Nachfrage nach Gold, wodurch auch der Goldpreis sinkt.

  4. Verbraucherausgaben und Einkommenswachstum: 58% der Goldnachfrage kommt von Verbrauchern, wovon wiederum 70% in die Industrie einfließen. Privathaushalte können den Goldpreis ebenfalls ankurbeln, indem Schmuck und Technologien nachgefragt werden, in denen Gold enthalten ist.

  5. Systemische Risiken: Zentralbanken und private Banken müssen einen gewissen Prozentsatz ihres Geldwerts in Gold hinterlegen. Besonders in turbulenten Zeiten auf dem Finanzmarkt, kaufen Banken große Mengen an Gold.

  6. Kurzfristige Kapitalflüsse: Kurzfristige Kapitalflüsse seitens der Banken können zu einer temporären Erhöhung der Goldnachfrage führen.

  7. Angebotsseite betreffende Faktoren: Goldminenbetreiber können einen positiven Effekt auf den Goldpreis haben, in dem sie das Angebot limitieren (weniger Gold abbauen oder verkaufen). Das Goldrecycling hingegen verstärkt den Goldpreis in positiven Zeiten. Ist der Goldpreis hoch, wird üblicherweise mehr Gold von Verbrauchern und Unternehmen umgesetzt.

 

Goldpreisentwicklung - Finden Manipulationen des Goldpreises statt?

Ja, vor allem Marktteilnehmer die über große Mengen an Gold – meist in Form von Goldbarren oder in verbriefter Form - verfügen, können bewusst Einfluss auf die Entwicklung des Goldkurses ausüben: So haben beispielsweise Zentralbanken oder Minengesellschaften die Möglichkeit, durch Verleih von Gold Leerverkäufe zu provozieren bzw. die Produktion zu steigern, um den Goldpreis sinken zu lassen. Soll sich der Goldkurs dagegen nach oben bewegen, kaufen die Zentralbanken vermehrt Gold auf, während die Minenbetreiber ihre Produktion begrenzen. Zusätzlich kann eine Goldpreis Manipulation hervorgerufen werden: Wird das Verhältnis zwischen Euro / USD zugunsten des Dollars manipuliert, so hat das ebenfalls negative Auswirkungen auf den Goldpreis. Gold wird schließlich in Dollar gehandelt. Dieses Vorgehen konnte im Jahr 2016 ebenfalls beobachtet werden. Trotz dieser Manipulationsmöglichkeiten ist Gold immer noch eine der sichersten Anlagemöglichkeiten, die es derzeit gibt.

 

Gold kaufen - Lohnt sich ein Invest ins Edelmetall?

Es spricht einiges dafür, dass der Goldpreis langfristig kräftig zulegen wird. Zum einen werden kaum noch große Goldvorkommen entdeckt. Das seltene Edelmetall ist auf unserem Planeten nur in sehr begrenzter Menge vorhanden. Gleichzeitig steigt der Goldverbrauch in der Herstellung von elektronischen Gütern wie z.B. Mobiltelefonen aber auch der Anlagegoldbedarf ständig an.

Wer in Gold investieren möchte, sichert sich gegen den fortschreitenden Kaufkraftverfall der Papierwährungen ab. Papiergeld kann beliebig gedruckt werden, so wie es die amerikanische Zentralbank FED oder auch die EZB laufend tun, um „die Wirtschaft anzukurbeln“. In Wahrheit bedeutet aber diese Steigerung der Geldmenge eine Entwertung der bestehenden Vermögen. Das heißt, durch Geldentwertung (=Inflation/Kaufkraftverlust) werden die Schulden weniger aber auch die Sparguthaben.

Geld hat seinen Wert nur durch das Vertrauen der Menschen, die damit bezahlen, in das System, Staaten und Banken. Sein Wert basiert nur auf einem Versprechen, es ist eigentlich ein Schuldschein. Aber es verhält sich auch wie ein Schuldschein, wenn der Schuldner pleite ist – er ist nichts wert.

Verfällt dieses Vertrauen, nähert sich jeder Wert zu seinem intrinsischen, d.h. zum realen Wert, den das jeweilige Objekt innehat.

Geld ist aus Papier und bekommt demzufolge den Papierwert, Immobilien lösen sich von Immo-Blasen, Aktien entweder dem Papierwert oder nähern sich dem echten Wert des jeweiligen Unternehmens,  und – Gold bleibt eben Gold – eine Unze (31,10 Gramm) hat ungefähr die Kaufkraft von einer guten Herrenausstattung. War immer so, und wird auch immer so bleiben, egal was Banker oder Politiker sagen.

Bereits seit der Antike träumt der Mensch davon Gold „herstellen“ zu können. Doch bislang ist es keinem Alchemisten gelungen die magische Formel zur Goldherstellung zu finden. Der Stein der Weisen bleibt verschollen. Gold ist und bleibt ein seltener Stoff.

Mehr Tipps finden Sie unter „Geld richtig in Gold anlegen". Bei Fragen rund um das Thema Edelmetalle (Gold, Silber, Platin und Palladium) können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren oder in eine unserer Filialen im 9. bzw. 22. Bezirk vorbeikommen. Wir freuen uns auf Sie!


Informieren Sie sich über tagesaktuelle Edelmetallpreise.

 

 

 

 

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Walter Hell-HöflingerMag. Walter Hell-Höflinger ist Firmengründer von Gold & Co. und seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig.

Er blickt auf eine über 120-jährige Familientradition in der Goldschmuckerzeugung und dem Edelmetallhandel zurück. Mehr...

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