Aktuelle Silberpreisentwicklung & Prognose 2021

Aktuelle Silberpreisentwicklung & Prognose 2021 © Eigenes Bild

Oft richten sich im Edelmetallbereich alle Augen nur auf Gold. Im Zuge der Corona Krise, der drohenden Rezession und den enormen Geldmengen, die Regierungen und Notenbanken als Konjunkturhilfen in den Markt pumpen, war der Goldpreis im August auf ein neues Allzeithoch gestiegen und hatte die magische Grenze von 2000 US-Dollar / Feinunze durchbrochen.

Was viele nicht im Blick hatten und auch in den Medien unterging ist die Entwicklung des Silberpreis. Im Schatten des Goldes erreichte auch Silber nach Jahren der Stagnation im Sommer 2020 ein neues Hoch. Nach einer Phase der Konsolidierung steht Silber nun auch Anfang Januar 2021 wieder stark da. Zwar ist der Rekordstand von 2011 von mehr als 47 US Dollar noch nicht erreicht, doch die Reise dürfte weiter nach oben gehen.

Aktuelle Silberpreisentwicklung

Auch die Entwicklung des Preises für Silber stand im Jahr 2020 natürlich unter dem Eindruck des Covid-19 Virus. Gestartet war die Feinunze Silber ins Jahr 2020 bei etwa 18 Dollar. Mitte März, als auch westliche Staaten Lockdowns verordneten und die Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft greifbar wurde, sackte der Kurs für die Feinunze Silber dann auf ein Tief von 12,27 Dollar. Silber stand damit so tief wie seit 2009 nicht mehr.

Nachdem sich der Silberpreis dann im März und April zunächst auf etwa 15 Dollar, im Mai und Juni dann wieder auf die 18 Dollar pro Feinunze erholte, zog der Preis Ende Juli 2020 deutlich auf über 20 Dollar an, bis Anfang August sogar ein Hoch von über 28 Dollar für die Feinunze Silber erreicht wurde. Parallel zum Goldkurs ging es im Herbst in eine Konsolidierungsphase, wobei Silber teilweise wieder auf 23 Dollar fiel. Im Januar 2021 ging es zwischenzeitlich auf bi szu 29 Dollar hinaus.

Aktuell Mitte November 2022 liegt der Preis für eine Feinunze Silber nun wieder bei etwa 21 Dollar.

Den tagesaktuellen Silberkurs finden Sie stehts in unserem Silberpreis Chart:

Keine historischen Daten vorhanden

Silber als Rohstoff & sicherer Hafen

Stärker als Gold wird Silber in der Industrie verwendet: Daher ist die Nachfrage nach dem Industriemetall auch deutlich stärker von der Konjunktur abhängig als es beim reinen Edelmetall Gold der Fall ist.

So brach der Silberpreis zu Beginn der Corona-Krise sichtbar ein, da man ein Ausbleiben der Nachfrage chinesischer Industriebetriebe nach Silber befürchtete, wogegen der Preis für Gold als „sicherer Hafen“ parallel nach oben schoss.

Anders als Kupfer oder Zink hat Silber gleichzeitig als „Gold des kleinen Mannes“ auch eine Rolle als Anlagemetall. Tatsächlich eignet sich Silber aber genauso wie Gold und andere Edelmetalle sehr wohl zur Absicherung des eigenen Vermögens. Besonders als Beimischung im Portfolio macht Silber durchaus Sinn.

Jedenfalls sollte man aber darauf achten, tatsächlich immer physisches Silber in Form von Münzen oder Silberbarren zu kaufen.

Anders als bei Anlagegoldmünzen besteht bei Silbermünzen nur ein geringer Unterschied zwischen Nominalwert und Materialwert. Somit kommt man bei Silbermünzen in den Genuss einer doppelten Absicherung: Sollte der Silberkurs stark fallen, so behalten Silbermünzen in jedem Fall ihren Nominalwert.

Silberpreis Prognose

Eine Prognose für die zukünftige Entwicklung des Silberpreises abzugeben ist nicht einfach und natürlich hoch spekulativ.

Sieht man sich die Prognosen der Analysten großer Banken und Akteuren am Markt an, sahen diese den Silberpreis Ende des Jahres irgendwo zwischen 16 und 23 Dollar. Jedoch stammen alle diese Einschätzungen aus den Zeiten vor Corona.

Was Silber angeht, lässt sich aber festhalten, dass Angebot und Nachfrage bereits seit Jahren auseinandergehen. Während die Industrie immer größere Mengen des Rohstoffs Silber benötigt, geht die geförderte Menge Silber seit Jahren zurück.

Da Silber, wie andere Edelmetalle auch, weltweit in US-Dollar gehandelt wird, hat auch hier die Entwicklung des Dollars, für uns in Österreich natürlich vor allem das Verhältnis des Dollars zum Euro, einen erheblichen Einfluss. Die Geldschwemme, die dem weltweiten Konjunkturrückgang nach Corona entgegenwirken soll, dürfte über kurz oder lang zu Inflation führen und den Silberpreis treiben.

Gold-Silber-Ratio

Als ein Tool für Preisprognosen wird oft das Verhältnis von Silber zu Gold herangezogen. Um die Gold-Silber-Ratio zu berechnen, wird dabei einfach der Goldpreis in Dollar pro Feinunzen durch den Silberpreis in Dollar pro Feinunze geteilt. Sie wird entweder als relativer Zahlenwert, oder als Verhältnis dargestellt.

Der Wert besagt, schlussendlich wie viele Silberunzen für eine Unze Gold eingetauscht werden können und ist nichts andere als das Preisverhältnis von Gold und Silber. Je höher die Kennzahl, desto niedriger ist der Wert von Silber gegenüber Gold.

Die Gold-Silber-Ratio hilft herauszufinden, ob eines der beiden Metalle unterbewertet oder überbewertet ist.

Dabei hilft neben dem Vergleich der „natürlichen Gold-Silber-Ratio“, also dem Verhältnis der natürlich vorkommenden Ressourcen, vor allem die historische Gold-Silber-Ratio. Seit dem frühen 18.Jahrhundert schwankte das Gold-Silber-Preisverhältnis dabei zwischen 1:10 und 1:100.

Aktuell liegt der GSR Wert bei etwa 72, was also eher darauf hindeutet, dass Silber im Verhältnis zu Gold günstig ist.

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