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Mit Gold auch gegen Stagflation

stagflation

Hohe Inflationsraten gepaart mit einer schwächelnden Wirtschaft: Das Schreckgespenst der Stagflation geht wieder um. Mit physischem Gold im Portfolio dürfte man aber auch in diesen Zeiten gut abgesichert sein.

Von Experte Mag. Walter Hell-Höflinger

 

Was bedeutet „Stagflation“?  

Als Stagflation wird eine Phase beschreiben, in der eine hohe Inflation mit einer konjunkturellen Schwächephase zusammenfällt.

Euro Goldmnze 2013Aus finanz- und wirtschaftspolitischer Perspektive steht man bei einer Stagflation vor einem Dilemma:  Denn eine lockere Geldpolitik mit niedrigen Leitzinsen versorgt zwar die Wirtschaft mit „billigem Geld“, heizt aber die Inflation weiter an. Eine straffere Geldpolitik dagegen mit einer Erhöhung der Leitzinsen wirkt gegen Inflation, droht aber stets die Konjunktur abzuwürgen, weil das Geld für notwendige Investitionen fehlt.

Die letzten Stagflationsphasen gab es in den 1970ern und 1980ern, als die Ölkrise für zweistellige Inflationsraten sorgte und das Wirtschaftswachstum der Industrieländer zwischenzeitlich sogar in den negativen Bereich rutschte. Der Goldpreis legte in diesen Phasen jedoch stark zu.

 

Aktuell: Hohe Inflation und Gefahr von Stagflation

Bereits im Sommer 2021 warnten verschiedene Analysten vor einer drohenden Stagflation, nachdem sich zu den seitdem steigenden Inflationsraten auch enttäuschende Wirtschaftsdaten gesellten. 

Während die jahrelange lockere Geldpolitik maßgeblich für die Inflation verantwortlich ist, sind es vor allem gestörte Lieferketten im Zuge von Corona, die die Konjunktur einbremsen.

Dazu kommt nun mit dem Ukraine-Krieg und den Sanktionen gegenüber Russland eine weitere Dimension:  Vor allem Engpässe und horrende Preise im Energiebereich sind die Folge. Dazu sind auch weitere Bereiche, vom Nahrungsmittelsektor (Weizen, Düngemittel, …) bis hin zur High-Tech Industrie (Halbleiter, Edelgase,…) massiv von den Krisen betroffen. Ein

Auch die EZB sieht die Anzeichen für eine Stagflationsphase in Europa:

""Es gibt Szenarien einer kommenden Stagflation. [...] Es wird natürlich von der Dauer des Konflikts und der mehr oder weniger konzertierten Reaktion (in der Finanzpolitik) der Europäer abhängen."
- Mario Centeno, EZB-Ratsmitglied

Der Ukraine Krieg wird sich daher wohl nicht nur negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken, sondern könnte auch einen Wechsel der europäischen Geldpolitik weiter verzögern. In wie weit die FED, welche die Zinswende in den USA bereits eingeleitet hat, ihren geplanten Kurs beibehalten kann, ist aktuell ebenfalls schwer zu sagen.

 

Goldpreis und Stagflation

Während der Stagflation in den 1970ern hat sich Gold als eine der stärksten Anlagen gezeigt und andere Anlageklassen outperformt. Daher ist davon auszugehen das auch 2022 eine Stagflation für den Goldpreis wieder ein positives Szenario wäre.

Es ist davon auszugehen, dass Gold in einer Phase der Stagflation deshalb so gut performt, weil es in seiner Rolle als „Safe Harbour“ und Inflationsanker von einer unischeren Wirtschaftslage, hohen Inflationsraten und sinkenden Realzinsen profitieren kann.

"Solange wir keine positiven Realzinsen von 2 bis 3 Prozent sehen, funktioniert Gold"
- Ronald Stöfferle

Solange Realzinsen niedrig blieben, sei das „Fundament für zukünftige Avancen des Goldpreises" gesetzt, argumentiert Goldexperte Ronald Stöfferle dazu in der Wiener Zeitung. Mittelfristig rechnet Stöfferle im Zeitraum von 12 bis 18 Monaten mit neuen Allzeithochs und einem Anstieg auf bis zu 2.300 Dollar pro Feinunze.

 

Fazit: Mit Gold gut gerüstet

1 Unze Wiener PhilharmonikerJe länger der Krieg zwischen Ukraine und Russland dauert, desto massiver werden die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sein. Es ist davon auszugehen, dass die Staaten und Notenbanken in Folge weiterhin ihre Wirtschaften massiv unterstützen müssen, um diese Folgen abzufedern.
Ob hier die Zentralbanken beim zumindest von der FED in Aussicht gestellten schnellen Wechsel der Geldpolitik bleiben, ist daher fraglich. Selbst wenn die Leitzinsen angehoben werden, ist die Frage, ob diese er Inflation schnell Einhalt gebieten können.

Wer einen Teil seines Vermögens mit physischem Gold abgesichert hat, darf sich jedoch als gut gerüstet betrachten. Gold als sicherer Hafen und seiner Qualität als Wertspeicher ist langfristig wohl mit eine der besten Möglichkeiten Vermögen vor Wertverlust zu schützen.

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Bildnachweis: Joe Dudeck / Unsplash

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Walter Hell-HöflingerMag. Walter Hell-Höflinger ist Firmengründer von Gold & Co. und seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig.


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