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Der Maria Theresien Taler – Eine Silbermünze mit langer Geschichte

Maria Theresien Taler Rückseite mit Doppeladler

Der Maria Theresien Taler (MTT) ist sehr mit der österreichischen Geschichte verbunden und wurde lange Zeit als Währung verwendet. Ab 1741 wurden Münzen mit dem Porträt der Kaiserin Maria Theresia geprägt. Ab 1750 – seit der Münzreform – spricht man allerdings erst vom Maria Theresien Taler.

Die Silbermünze wurde in der österreichischen Habsburgermonarchie als Zahlungsmittel verwendet, ab 1858 wurde sie vom Gulden abgelöst. Zwischen 1751 und 2000 wurden ungefähr 389 Millionen MTT produziert. Geprägt wurde der Taler allerdings ursprünglich nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Münzstätten des Heiligen Römischen Reichs: In Brüssel, Mailand, Prag, Hall, Günzburg, Kremnitz, Utrecht, Karlsburg. Außerhalb der Grenzen wurde der MTT in Birmingham, London, Paris, Rom und Venedig produziert.

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Maria Theresien Taler Silber - Eine weit verbreitete Silbermünze

Noch lange im 20. Jahrhundert war der Maria Theresien Taler anerkanntes Zahlungsmittel in Afrika und Asien. Die Tatsache kommt bereits aus dem antiken Griechenland, wo Silber offizielles Zahlungsmittel war. Im arabischen Raum kennt man die Münze unter dem Namen Abu Kush und auch im Westen und Süden der arabischen Halbinsel war die Silbermünze noch im 19. Jahrhundert alleiniges Zahlungsmittel.

Bombay war Anfang der 40er Jahre Produktionsort für 19 Millionen Exemplare, die Großbritannien aus Gründen einer einfacheren Logistik dort produzieren ließ. 1935 begann Großbritannien die Münze selbst zu prägen, um sie in Äthiopien, Somalia und im Sudan in Umlauf zu bringen und dort die Machstellung zu halten.

 

Das Münzmotiv

Silbermünze mit dem Porträt von Maria Theresia

Namensgeber für den MTT war die Kaiserin Maria Theresia, die auch auf der Vorderseite abgebildet ist. Das Münzbild wurde jedoch bis zum Tod der Kaiserin immer wieder verändert. Seit 1780 ist auf der Münze die Büste von Maria Theresia mit dem Witwenschleier zu sehen. Finden Sie einen Maria Theresien Taler mit dem Datum 1780, handelt es hierbei um eine Nachprägung. Die Rückseite zeigt den Doppeladler mit der Kaiserkrone. Der Münzrand ist mit dem Wahlspruch der Regentin "Justitia et Clementia" (zu Deutsch "Gerechtigkeit und Milde") versehen.

Eine Neuauflage der Münze gibt es seit 1946, seit damals prägte die Münze Österreich fast 50 Millionen Stück des silbernen Maria Theresien Talers. Bis zum heutigen Tag findet der Günzburger Stempel mit dem Münzmeisterzeichen SF (nach den Münzmeistern Schöbl und Faby) Verwendung.

 

Fälschungen des silbernen Maria Theresien Talers

Vom Maria Theresien Taler existieren sehr viele Fälschungen. Darauf müssen Sie achten!

Unterscheiden kann man zwischen Verkehrsfälschungen und Sammlerfälschungen. Verkehrsfälschungen gibt es seltener, hierbei handelt es sich um eine illegale Kopie von gesetzlich geltenden Zahlungsmitteln.

Bei Sammlerfälschungen (oder Münzfälschungen) haben sogar Experten Ihre Schwierigkeiten diese als Fälschung zu erkennen. Hier werden entweder seltene Varianten kopiert oder es werden größere Mengen einer häufigen Prägung in einem schlechteren Material hergestellt. Dabei kann dem Silber ein anderes Material beigemischt werden. Vorsicht: Der MTT weist einen Feingehalt von 83,3% Silber auf. Das bedeutet, dass der Taler nicht aus reinem Silber ist. Sollte vermehrt ein unedles beigemischt werden so erkennen Sie das an einer Abweichung des Gewichts bei gleichen Münzmaßen. Das reguläre Gewicht der Münze beträgt 28 Gramm.

Nur weil eine Münze nicht von der österreichischen Regierung autorisiert wurde, muss eine Münze aber noch nicht gefälscht sein.

Für Anleger ist deshalb nur der Kauf von Nachprägungen sinnvoll – die Münze ist in Stempelglanz und Proof-Qualität erhältlich.



Der silberne Maria Theresien Taler: Wählen Sie auch Silbermünzen als Anlage!

Nicht nur Gold ist eine sinnvolle Anlage, denken Sie auch über den Kauf von Silbermünzen nach.

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Auf einen Blick:

Name: Maria Theresien Taler

Land: Österreich

Hersteller: Münze Österreich AG

Prägejahre: 1741/1750 bis heute

Feinheit: 833,3/1000 Silber

Feingewicht: 23,389 g

Nennwert: ohne Nennwert

Durchmesser: 39,5 mm

Dicke: 2,5 mm

Typ: ehemalige Währung, jetzt Anlagemünze

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Walter Hell-HöflingerMag. Walter Hell-Höflinger ist Firmengründer von Gold & Co. und seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig.

Er blickt auf eine über 120-jährige Familientradition in der Goldschmuckerzeugung und dem Edelmetallhandel zurück. Mehr...

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