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Goldembargo gegenüber Russland

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Schon während des G7-Treffens in Elmau im Juni 2022 machte der Ruf nach einen Goldboykott gegen Russland die Runde. Die USA, das Vereinigte Königreich, Kanada und Japan kündigten darauf Einfuhrverbot für russisches Gold an.

Nun will die EU nachziehen und russisches Gold mit auf die Sanktionsliste setzen und dessen Import verbieten.

von Experte Mag. Walter Hell-Höflinger

 

Gold neben Öl und Gas mit wichtigstes Exportgut Russland

Die russische Notenbank hat in den vergangenen Jahren die russischen Goldreserven deutlich aufgestockt. Auf etwa 2300 Tonnen Gold schätzt das World Gold Council den russischen Goldschatz. Dazu fördert Russland etwa 330 Tonnen Gold im Jahr und war damit nach China zuletzt zweitgrößter Goldproduzent weltweit.

Im Jahr 2020 exportierte Russland Gold für etwa 19 Milliarden Dollar. Durch das Importverbot könnten dem Kreml diese Einnahmen wegbrechen. Hofft zumindest der Westen.

 

Hat ein Gold-Embargo Einfluss auf den Goldpreis?

Große Auswirkungen eines Gold-Embargos auf den Goldpreis erwarten sich Experten kaum. Da Gold global gehandelt wird, braucht man eine Gold-Knappheit am Weltmarkt nicht zu befürchten. Denn die kolportierten russischen Exporte in Höhe von 19 Milliarden Dollar wären dazu bei einem täglichen Handelsvolumen von 140 Milliarden Dollar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Weil bereits seit März britische, EU- und US-Institutionen keine Geschäfte mit der russischen Notenbank machen dürfen, ist russisches Gold schon jetzt vom Handel an den wichtigsten Großhandelsplätzen ausgeschlossen. Dazu kommt, dass zwei Drittel der Nachfrage nach physischem Gold ohnehin aus China und Indien stammen, die sich bekanntlich nicht an Sanktionen gegenüber Russland beteiligen. In Scheideanstalten und Affinerien in diesen Ländern kann dann auch russisches Minengold weiterverarbeitet werden, um dann als unverdächtige Ware weiter gehandelt werden. Dazu gilt der Boykott auch nur für neues Gold aus Russland. Goldbarren, die bereits vor der russischen Aggression im Umlauf waren, dürfen weiter gehandelt werden.

 

Der globale Goldmarkt ist nicht zu regulieren

Das Goldembargo dürfte also eher symbolische Wirkung haben. Tatsächlich bedeutet das auch, dass der globale Goldhandel nicht einfach von einzelnen Ländern reguliert werden kann. Gold ist und bleibt deutlich unabhängiger von staatlichen Interventionen als Währungen und andere Investments. Denn selbst in Zeiten von Goldverboten zeigte sich, dass solches Besitzverbot stets nur sehr schwer durchsetzbar war. Viele Bürger versteckten ihr Gold lieber als es bei offiziellen Stellen abzuliefern, und der Handel mit Gold und Silber blühte auch als er verboten war.

Wenn auch Sie Ihr Vermögen mit Gold absichern möchten, raten wir unbedingt physisches Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren zu kaufen. Dazu empfiehlt es sich Gold anonym zu kaufen. In Österreich ist es aktuell möglich Gold bis 9.999 Euro völlig anonym zu handeln, in Deutschland und anderen EU-Staaten liegt diese Anonymitätsgrenze bereits deutlich darunter.



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Bildnachweis: Russian Gold: History of Geo /CC BY-SA 3.0

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Walter Hell-HöflingerMag. Walter Hell-Höflinger ist Firmengründer von Gold & Co. und seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig.


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