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Silber als sichere Geldanlage in Krisenzeiten

Silber und Gold – wenn es in der Weltwirtschaft kriselt, werden Edelmetalle wieder stark nachgefragt. Silbermünzen gelten als Möglichkeit, auch in Zeiten der Inflation über ein Zahlungsmittel zu verfügen, das den Wert behält.
 

 von Walter Hell-Höflinger

 

Die aktuelle Silberpreisentwicklung (August/September 2015)

anlagesilberMomentan profitiert der Goldpreis von der Abwertung der chinesischen Währung und auch der Silberpreis reagiert mit anziehenden Kursen. Allerdings muss man damit rechnen, dass der Silberpreis sich noch immer im Abwärtstrend befindet und zukünftig sogar wieder auf einen Preis von 10$ sinkt. Silber scheint jedoch derzeit unterbewertet, da das Verhältnis von  Silber zu Gold immer ca. 1:15 war, d.h. der Wert von 15g Silber entsprach lange Zeit dem Wert von 1g Gold. Aktuell liegt das Verhältnis bei 1:60 – es ist also mittelfristig mit einer Wertsteigerung bei Silber zu rechnen.

Zukünftig wieder steigende Preise

Analysten rechnen mittelfristig mit einem stabilen und starken Markt für Silber. Schon derzeit liegt die Silbernachfrage deutlich über dem Angebot. Angesichts der aufstrebenden Märkte in Indien und China ist mit einer Verschärfung dieses Ungleichgewichts zu rechnen.

Weltweit befinden sich etwa 510.000 Tonnen förderfähiges Silber im Boden, von denen pro Jahr im Durchschnitt 30.000 Tonnen gefördert werden können. Eine Verknappung von Silber ist daher absehbar. In der Folge dürfte sich der Silberpreis deutlich nach oben entwickeln.

Woran hängt aber nun der Silberpreis?

Viele Analysten sehen eine starke Korrelation zwischen Gold- und Silberpreis. Silber ist sozusagen der „kleine Bruder“ von Gold und reagiert verzögert auf die Veränderungen des Goldkurses. Es steigt im Wert vor allem dann, wenn es bei Gold Engpässe gibt.

Ein weiterer Faktor für den Silberpreis ist die Nachfrage. Betrachtet man die Einsatzgebiete des Materials, liegt der Hauptabsatz (mit mehr als 60 Prozent) im Bereich der Industrie, wo Silber als Industriemetall für Leiterplatten oder in der Medizintechnik verwendet wird. Zieht die Konjunktur an, wird auch Silber wieder stärker nachgefragt. Allerdings muss sich das nicht sofort auf den Preis auswirken, dazu muss die Nachfrage nämlich stärker steigen. Und man darf auch nicht vom Wirtschaftswachstum in den Industrieländern ausgehen, sondern muss auf die Rohstoffmärkte der Schwellenländer schauen. 2011, beim letzten Hoch des Silberpreises, waren auch die Silberimporte Chinas außergewöhnlich hoch.

Neben der Nachfrage stellt allerdings auch das Angebot einen wichtigen Faktor bei der Silberpreisentwicklung dar. Momentan leiden Gold und Silber darunter, dass die Minengesellschaften die Produktion erhöhen um bei steigenden Förderkosten ausreichend Einnahmen zu generieren – das hat ein höheres Angebot zur Folge, das sich wiederum auf den Preis auswirkt.

Silbervorkommen

Der Großteil des aktuell geförderten Silbers stammt aus Südamerika, China und Australien. An der Spitze der silberfördernden Staaten stehen Peru, Mexiko und China. Aber auch Russland, die USA, Polen und Kanada gehören zu den Top-Förderländern. Die höchsten Silberreserven im Boden finden sich in Peru gefolgt von Chile, Australien und Polen (Stand 2010).

Wichtige Förderstätten in der Vergangenheit waren z. B. Schwaz in Tirol, Freiberg im Erzgebirge, das norwegische Kongsberg und Batopilas in Mexiko.

Eine seriöse Studie aus dem Jahr 2009 ermittelte, dass die Silbervorkommen bei gleichbleibender Förderung voraussichtlich in 29 Jahren erschöpft sein werden (Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, der deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sowie des deutschen Fraunhofer-Instituts).

Silber kommt zwar 15 Mal häufiger im Boden vor als Gold, trotzdem beträgt der Anteil von Silber an der Erdkruste gerade einmal 0,0000079 Prozent. Als reines chemisches Element (gediegenes Silber) tritt Silber in Körnerform oder in Erzgängen als drahtiges Geflecht auf und wurde bisher weltweit an 3.850 Stellen entdeckt.

Silber in sulfidischen Materialien/Silbererze

Neben dem gediegenen Silber findet man das Edelmetall auch in sulfidischen Mineralen. Wichtige sulfidische Silbererze sind beispielsweise Akanthit (Silberglanz), dessen Silbergehalt circa 87 % beträgt. Unter den 167 bekannten Silbermineralen besitzt das seltene Allargentum mit bis zu 99 % den höchsten Silberanteil. Auch Stromeyerit (Kupfersilberglanz) und Miargyrit (Silberantimonglanz) sowie Chlorargyrit (Silberhornerz) zählen zu den Silbererzen.

Außerdem gibt es silberhaltige Erze, die meist einen nur äußerst geringen Silberanteil von 0,01 - 1 Prozent aufweisen. Dabei handelt es sich häufig um Bleiglanz und Kupferkies. Silber fällt daher oftmals als Nebenprodukt bei der Kupfer- bzw. Bleigewinnung an.

Besteuerung von Silber

Wenn Sie Silber als Neuware kaufen, wird dieses mit 20% besteuert. Hingegen kann Ware aus Privatbesitz bei manchen Händlern zu einem reduzierten Steuersatz (differenzbesteuert) gekauft werden.

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Walter Hell-HöflingerMag. Walter Hell-Höflinger ist Firmengründer von Gold & Co. und seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig.

Er blickt auf eine über 120-jährige Familientradition in der Goldschmuckerzeugung und dem Edelmetallhandel zurück. Mehr...

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