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Goldpreis legt Anfang 2016 kräftig zu

In den letzten Wochen hat der Goldpreis deutlich angezogen. Die Unsicherheit an den Aktienmärkten steigert die Nachfrage für Gold.
 

von Walter Hell-Höflinger

Gold gibt Gas – starke Preisentwicklung im Februar 2016

Während die Aktienmärkte weiter abwärts trudeln, hat der Goldpreis kräftig angezogen. Erstmals seit Monaten liegt der Preis für Gold bei über 1.200 Dollar. Und das obwohl die Finanzanalysten nach der schwachen Goldpreisentwicklung in den Jahren 2014 und 2015 auch für das Jahr 2016 pessimistisch waren. Mit dem starken Anstieg des Goldpreises im Februar 2016 haben die Experten nicht gerechnet. Die Top-Banker von JP Morgan zeigen sich von der jüngsten Entwicklung überrascht: „Die Dinge sind außer Kontrolle geraten“. Der CIO von JP Morgan meint, dass „die Leute Gold mehr Vertrauen schenken als Papiergeld“. Kein Wunder bei der derzeitigen Unsicherheit an den Aktienmärkten – da kaufen Investoren lieber Gold als Aktien.

Großbanken raten zum Goldkauf

Wann kommt der nächste Börsencrash? Angesichts der Vielzahl an Crash-Prognosen droht dem interessierten Leser beinahe schon eine Reizüberflutung. So warnt nun auch der ehemalige Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich William White vor den aktuellen Gefahren einer neuen Schuldenkrise: „China macht mir Angst“. Und als wären die Warnungen von prominenter Seite nicht schon genug, raten angesichts der unsicheren Lage jetzt sogar die Großbanken zum Goldkauf. So empfiehlt die Deutsche Bank Investoren als Versicherung gegen die steigenden Marktrisiken, Gold zu kaufen. Und auch der Chef-Devisen-Stratege der britischen Großbank HSBC hält physisches Gold für das sicherste Mittel zum Werterhalt in Krisenzeiten.

Die Goldkursentwicklung 2015 im Jahresüberblick

Wenden wir den Blick ins vergangene Jahr: 2015 ging es mit den Preisen für Edelmetalle und andere Rohstoffe bergab. Der Goldkurs sank 2015 um rund 10%. Der Kurs erreichte bereits im Jänner 2015 seinen Jahreshöchststand von rd. 1.302 US-Dollar. Der Jahrestiefstand von rd. 1.051 USD wurde im Dezember 2015 vermerkt. Der Jahresschnitt lag 2015 bei etwa 1.160 USD. Aufgrund des niedrigen Kurses ist zwar im dritten Quartal 2015 die weltweite Nachfrage nach Gold wieder gestiegen. Auch nach den Terroranschlägen in Paris setzten die Investoren auf das sichere Pferd Gold. Doch dieser Aufwärtstrend war nur von kurzer Dauer. Übers Jahr gesehen verzeichnete der dollarbasierte Goldkurs 2015 einen Rückgang von rund 10%.

Diagramm Kursentwicklung Gold 2015
Quelle Grafik: www.ariva.de

Die schwache Entwicklung des Goldpreises im vergangenen Jahr überraschte auch ausgewiesene Experten. Denn in den letzten Jahren wurden immer wieder glänzende Zeiten für Goldinvestoren vorhergesagt. Seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2010 gab es wiederholt Prognosen, wonach der Goldpreis bald bis auf 2.300 USD steigen sollte. Doch diese Höhen wurden nie erklommen. Den Höchststand erreichte der Goldpreis mit 1.825 USD pro Unze im Sommer 2011.

Ursachen für die schwache Goldkursentwicklung 2015

Der Hauptgrund für Schwäche des Goldpreises lag 2015 am starken Dollar. Der Aufschwung des Dollars basierte auf den Zinserhöhungen durch die US-Notenbank (Federal Reserve - Fed). Bereits die Erwartung einer Anhebung der Zinsen durch die Fed ließ im vergangenen Jahr den Dollar an Stärke gewinnen. Im Dezember 2015 entschied die Fed, den Leitzins nach sieben Jahren erstmals wieder anzuheben. Aber mit dem Anstieg der Zinsen in den USA verlor Gold an Attraktivität für die Investoren, die weniger kauften, weil mit dem Edelmetall keine laufenden Erträge zu machen sind. Andere Anlageformen wurden 2015 bevorzugt und das drückte den Goldkurs.

Betrachtet man die Goldkursentwicklung in Euro, zeigt sich ein anderes Bild. Weil Gold in US-Dollar gehandelt wird und der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verloren hat, ist der Goldpreis in Euro im Jahr 2015 sogar um ein paar Prozent gestiegen.

Jetzt in Gold investieren?

Die jüngste Entwicklung an den Finanzmärkten gibt uns Recht – denn wir haben es immer schon gesagt: Gold ist und bleibt eine vergleichsweise stabile Geldanlage, die Vertrauen weckt. In unsicheren Zeiten ist es besser Gold zu kaufen als Aktien an der Börse. Unser Rat angesichts der derzeitigen Crash-Prognosen lautet einmal mehr: Bereiten Sie sich dringend vor! Wenn alle in die Rettungsboote wollen, wird es für die meisten keinen Platz mehr geben.

Wenn man sein Geld in Gold anlegen möchte oder bereits investiert hat, empfiehlt es sich, den Goldpreisverlauf zu beobachten. Dann kann man besser abschätzen, wann ein Kauf oder Verkauf von Gold sinnvoll ist. Da die Goldpreisentwicklung der letzten Jahre ein niedrigeres Niveau aufweist, ist auf jeden Fall Luft nach oben vorhanden. Anleger sollten sich 2016 auf größere Schwankungen einstellen und keinesfalls überreagieren.

Sie denken über eine Geldanlage in Gold oder Silber nach? Die Edelmetall-Experten von Gold & Co. beraten Sie unverbindlich und individuell an zwei Standorten in Wien. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Beachten Sie unseren tagesaktuellen Goldpreis in Euro.

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Über uns

Walter Hell-HöflingerMag. Walter Hell-Höflinger ist Firmengründer von Gold & Co. und seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig.

Er blickt auf eine über 120-jährige Familientradition in der Goldschmuckerzeugung und dem Edelmetallhandel zurück. Mehr...

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