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Goldpreis Prognose 2019 – Explodiert das unterbewertete Gold?

Das Jahr 2018 war definitiv kein gutes Jahr für Gold. Nach einer zunächst erfreulichen Entwicklung im Jänner mit einem Höchststand von 1.350,75 US-Dollar pro Unze zum 19.Januar fiel der Goldpreis von April bis in den August hinein auf ein Tief 1.175,29 US-Dollar pro Feinunze und konnte auch in den letzten Monaten kaum wieder etwas wettmachen. Aber wie wird sich der Goldpreis im Jahr 2019 entwickeln? 



von Experte Walter Hell-Höflinger

 

Rückblick: Die Goldpreisentwicklung 2018

Generell lässt sich in Bezug auf den Goldpreis folgende Daumenregel anwenden: Je unsicherer die Welt, desto eher steigt der Goldkurs. Eigentlich rechneten viele Experten im Verlauf des Jahres 2018 mit einem deutlichen Anstieg des Goldpreises, aber ihre Prognosen bewahrheiteten sich einfach nicht. Seit Jahresbeginn 2018 ist das Bild des Goldkurses aber deutlich negativ: In jeder wesentlichen Währung – vor allem natürlich dem US-Dollar und dem Euro – notiert der Goldpreis 2018 im Minus. Und das trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren, wie dem immer wieder aufkommenden Handelsstreitigkeiten zwischen Trumps USA auf der einen und China und EU auf der anderen Seite, steigenden Leitzinsen und mit „dunklen Wolken“ wie dem Brexit am Horizont. Im August sank der Goldpreis gar auf ein 19-Monatstief.

goldpreis prognoseGeschuldet war der niedrige Goldpreis 2018 in erster Linie der guten Entwicklung der Weltwirtschaft. Sowohl die Konjunkturzahlen - vor allem in den USA - als auch die Unternehmensgewinne entwickelten sich 2018 robust und gut. Solange die Aktienmärkte brummen lassen sich natürlich durch geschickte Anlagestrategien leicht schnelle und hohe Gewinne einfahren. Die lockere Geldpolitik von FED und EZB tut ihr Übriges. 


Dazu kommt, dass der Goldpreis von Gold-Derivaten - auch oft Papiergold genannt - gebremst wird. Ernstzunehmende Einschätzungen gehen davon aus, dass jedem Kilogramm physisch existenten Goldes über 250kg (!) Papiergold gegenüberstehen. Wurde früher der Goldpreis auf Basis der PHYISCHEN NACHFRAGE ermittelt – heute entsteht der Goldpreis aus der physischen Nachfrage wie auch der „virtuellen“ Nachfrage. Nachdem diese allerdings um das 200-fache größer ist, ist es für jeden mit Hausverstand offensichtlich, wie wenig nur mehr die tatsächliche physische Goldnachfrage den Preis beeinflußt. Vor allem einige wenige US-Großbanken wie Goldman Sachs, JP Morgan u.a. agieren über sogenannte „short“- (=Leer-)Verkäufe, um den Goldpreis zu drücken.

Betrachtet man die Kursentwicklung von Gold zeigt sich aber auch, dass es oft zu Unrecht und nur bei kurzfristiger Betrachtung als spekulativ und volatil beschrieben wird. Vielmehr hat sich Gold bei längerfristiger Betrachtung als solide und sichere Anlageform gezeigt und bewiesen. Währungen inflationieren immer – das ist die Basis des Systems. Die Inflation vergrößert die Geldmenge und ermöglicht Wachstum der Wirtschaft über die natürliche Produktivität hinaus. Gespartes wird dabei entwertet und die Geldmenge für den Wirtschaftskreislauf erhöht. hat für das Wirtschaftswachstum die Eigenschaft weniger und weniger wert zu werden. Die Stabilität von Gold ist tief in den Menschen verankert und so wenden sich auch Profi-Investoren dem gelben Metall sehr gerne wieder zu, sobald sich eine größere Krise abzeichnet. Vor allem dazu dient um sich vor dem ständigen Kaufkraftverlust des Geldes zu schützen. Das Edelmetall dient seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel und überdauert auch schwerste Krisen.

 

Gold konserviert Kaufkraft

Mit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 1971, und damit dem Ende der Goldpreisbindung an den Dollar, stieg der Goldpreis um mehr als das dreißigfache. Jedoch war das natürlich keine stete Aufwärtsbewegung. Neben der allgemeinen Situation der Weltwirtschaft übt vor allem auch die Geldpolitik der Zentralbanken einen deutlichen Einfluss auf den Goldpreis aus. Besonders sensibel reagiert der Goldpreis auf jegliche Äußerungen der Führungsetage der wichtigsten Zentralbanken, der Federal Bank of America wie auch der EZB.

Steigt die Geldmenge schneller als die Menge an verfügbaren Waren – was in unserem Wirtschafts- und Geldsystem so vorgesehen ist – verliert Geld permanent an Wert: es kommt zur Inflation. Weil Gold als natürliche Ressource aber begrenzt ist und die verfügbare Menge an Gold nur sehr langsam zunimmt, eignet sich Gold hervorragend um Kaufkraft zu konservieren. Der gestiegene Goldpreis ist daher weniger als Wertsteigerung des Edelmetalls selbst zu verstehen, sondern eher als Folge der fortwährenden Geldmengeninflation.

 

Prognose 2019: Wie verhält sich der Goldpreis?

Eine Prognose abzugeben ist immer schwierig. Ausschlaggebend dürften vor allem zwei Faktoren sein: Die Geldpolitik von FED und EZB sowie die Entwicklung der Konjunktur. Erhöhen die Notenbanken den Leitzins zu schnell oder zu stark wird die Konjunktur oft frühzeitig abgeschnürt. Nicht zuletzt deshalb übte US Präsident Trump massiv Druck auf FED Chef Powell aus, die Leitzinsen nicht zu erhöhen. Dieser kündigte Anfang Dezember nun auch an doch auf eine flachere Zinsentwicklung zu setzen. 
Aber nicht nur in den USA fürchten Investoren eine Rezession. Die OECD sieht den Höhepunkt der aktuellen Wachstumsphase überschritten und auch die Prognosen führender Institute sehen für Deutschland und Österreich einer Abkühlung der Konjunktur. Die EZB hat schon angekündigt zumindest bis Sommer 2019 eine Niedrigzinspolitik fahren zu wollen, weil der Aufschwung in der Eurozone schon wieder vorbei zu sein scheint.

Die beiden Analysten Ronald Stöferle und Mark Valek gehen in ihrem jährlichen „In Gold we Trust“-Report davon aus, dass die USA in eine Rezession fallen werden, und ein Misslingen der geldpolitische Normalisierung der FED zu einem herben Vertrauensverlust in die Geldpolitik führen könnte. In Folge stellen sie die Frage, ob unsere gegenwärtige Währungsordnung einen solchen erneuten Vertrauensverlust überstehen wird, oder es nicht doch zu einer Wachablösung des US-Dollars als Leit- und Reservewährung kommen wird in Folge dessen auch Gold wieder eine tragendere Rolle spielen wird.

Kommt es zu einem neuen Zyklus monetärer Lockerung sowie einer Rezession dürfte auch der Beginn einer neuen Hausse am Gold- und Silbermarkt nicht mehr weit entfernt sein. Solange sich renditehungrige Anleger noch lieber auf die Dividenden stürzen, sind Rohstoffe, allen voran Gold, derzeit extrem günstig zu haben. Sobald sich aber die Stimmung dreht, die Märkte einbrechen und die Notenbanken den sowieso seit 10 Jahren laufenden Krisenmodus wieder verschärfen, sollte das sehr bullisch auf den Goldpreis wirken.  Viele Analysten sind davon überzeugt, dass Gold momentan völlig unterbewertet ist und sehen die Voraussetzungen für einen Anstieg auf 1.300 bis sogar 1.500 US-Dollar pro Unze vorhanden.

 

Strategie für Goldinteressierte

Doch was ist nun die geschickteste Strategie für Goldinteressierte? Je nach Freude zum Gold sollte man einen guten Teil seines nicht benötigten Ersparten in Edelmetalle investieren. Eine günstige Variante zum Golderwerb ist der Gold-Tausch – von Altgold zu Anlagegold. Dabei nutzt man das gleichbleibende Verhältnis vom Altgoldwert zum Goldkurs aus und wandelt dadurch ungenutzes (und meist auch vom Wert her unbekanntes) altes Gold zu einer leicht handelbaren Form wie Barren oder Münzen. Geht man diesen Aufwärtstrends nach, so die günstigste Variante zu Anlagegold zu kommen, seinen Altschmuck zu verkaufen und stattdessen auf eine Anlagegoldinvestition in Münzen oder Barren zu setzen. Alle Preise finden Sie auf unserer Website. So profitieren Sie nicht nur beim Verkauf von einem hohen Goldpreis, sondern auch beim Goldkauf von einer künftigen Wertsteigerung.

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Walter Hell-HöflingerMag. Walter Hell-Höflinger ist Firmengründer von Gold & Co. und seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig.

Er blickt auf eine über 120-jährige Familientradition in der Goldschmuckerzeugung und dem Edelmetallhandel zurück. Mehr...

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